“Nachlese RPC 2012”

Traveller-Grundregelwerk von FanPro

Traveller-Grundregelwerk von FanPro

Am Wochenende 5. und 6.5. fand in Köln die RPC statt und ich habe an beiden Tagen (Samstag und Sonntag) eine Runde 13Mann-Traveller in dem neulich kurz vorgestellten System Tenynti im Foreven-Sektor geleitet. In beiden Runden hatte ich leider nur drei statt der möglichen fünf Spieler/innen, aber da dieselben alle super waren, waren aus meiner Sicht und laut Aussage auch aus Sicht der Spieler/innen beide Runden ein großer Erfolg.

Die erste Runde drehte sich um eine Gruppe Agenten, welche den Vorgängen auf einer geheimen Forschungsstation auf den Grund gehen sollte, von der man bereits zu lange nichts mehr gehört hatte. Den Hauptteil der Zeit verschlang dann aber ein Raumkampf mit Piraten, welche ihrerseits einen Händler überfielen. Die anschließende Untersuchung der Forschungsstation, auf der nur Leichen zu finden waren, gestaltete sich recht gruselig. Alle dachten, es kommt was Schlimmes. Das war aber schon auf dem Weg woanders hin. Hähähä.

In der zweiten Runde wollte ein junger Freiherr aus den Spinwärtsmarken sein Erbe, einen Felsbrocken im System, in Augenschein nehmen, allerdings entschied man sich als Mitfahrgelegenheit für den letzten Sprung für eine Crew von Gelegenheits­erpressern statt für ein Schiff der Raumflotte, das zwei Wochen später gesprungen wäre, und pries sich zu allem Überfluss auch noch als Freiherr an. Die Gruppe wurde gefangengesetzt, man konnte sich aber befreien und anschließend gab es eine wilde Schießerei bzw. Hauerei, bei der wieder ein das Entermesser schwingender Freiherr in den Feind lief und ihn erfolgreich außer Gefecht setzte (ich erinnere an unsere Traveller-Runde unter Settembrini in 2011). Leider wurde der Freiherr auch durch einen Schuss in den Rücken kampfunfähig gemacht, doch anschließend konnten die zwei Ex-Militärs im Gefolge desselben durch einen waghalsigen Ausbruch das Ruder rumreißen. Drei der fünf Kriminellen überlebten und wurden gefangen gesetzt.

Da jeweils nur drei Personen anwesend waren, hatte ich vorgeschlagen, dass zwei Spieler/innen jeweils zwei Charaktere führen. In der ersten Runde am Samstag wurde das etwas erstaunt angenommen, in der zweiten Runde am Snntag wollte man nur einen Charakter spielen. Als dann aber der Freiherr am Boden lag, entschied man sich doch dafür, die zwei Kampfcharaktere zwecks besserer Planbarkeit selbst zu übernehmen.

Ich hatte vor dem Wochenende sehr lange kein Traveller geleitet, von daher hatte ich selbst einige Unsicherheiten, aber dadurch, dass ich mich verstärkt mit älteren Versionen von Traveller und generell mehr mit dem Setting beschäftigt habe, konnte ich einige Regelfragen anderweitig lösen.

Besonders schick fand ich ein kleines Würfelspiel mit dem Freiherrn, das ich von Savage Worlds adaptiert habe: Jeder Mitspieler wirft 1W6, wobei ein Spieler seinen Glücksspiel-WM auf den Wurf addieren darf, bei einer 1 allerdings erwischt wird. Es spielte der Freiherr gegen ein Crewmitglied des Fernhändlers. Der erste Wurf war mit Glücksspiel-Bonus des Freiherrn ein Gleichstand. Der Einsatz wurde erhöht, der zweite Wurf war mit Glücksspielbonus wieder ein Gleichstand, allerdings hatte der Freiherr eine 1 geworfen. Da man denselben später noch entführen wollte, biss man die Zähne zusammen, erhöhte den Einsatz und spielte noch eine Runde, diesmal verzichtete der Freiherr auf den Bonus und … gewann. Das ging schnell, war lustig und danach gab der Freiherr den Verlierern einige Runden aus. =)

Veröffentlicht am 7. Mai 2012, Keine Kommentare

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