“Durchgespielt: Mass Effect 2”

Mass Effect 2: Shepard

Mass Effect 2: Shepard

Im zweiten Teil von Mass Effect wurde von unbegrenzter Munition auf begrenzte Munition umgestellt, was ich als leichten Rückschritt empfunden habe. Ansonsten war das Spiel wieder solide gemacht, mit wenig überraschenden Schlauchleveln. Wirklich spektakulär fand ich nur den Endgegner. Die neue Möglichkeit, Rohstoffe zu sammeln, hat mir ganz gut gefallen, allerdings wurde das auf Dauer etwas dröge und es war auch nicht wirklich nötig. Hier hätte es mir besser gefallen, wenn die langen Expeditionen zu spannenden Begegnungen geführt hätten. Ein bisschen mehr Traveller hätte hier mal wieder gut getan.

Mass Effect 2: Chakwas

Mass Effect 2: Chakwas

Was mich wirklich genervt hat, war die Tatsache, dass meine mühsam erwirkten positiven Ereignisse aus dem ersten Teil ins Gegenteil verkehrt wurden. Statt den Rat zu retten und den Captain Anderson in den Rat einzusetzen, hatte Shepard den Rat geopfert und Botschafter Udina für den Rat empfohlen. Das ist offenbar dem großen Handlungsbogen geschuldet, welcher Mass Effect Teil 1 bis 3 zusammenhält, und hier endet mein Verständnis für moderne Spiele: Ein schöner Plot ist gut, solange er nicht die Handlungen meines SC entwertet. Das gilt nicht nur für Abenteuer-Rollenspiele, sondern genau so auch hier. Wenn das bedeutet, dass die Gamedesigner ihr Hirn mehr anstrengen müssen, bitte sehr. Das Budget war groß genug.

Veröffentlicht am 9. April 2012, Keine Kommentare

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