“10 Bücher auf meinem Nachttisch”

spitzweg buecherwurm

Der Ungelesen-Stapel wächst.

Greifenklaue organisiert den Februar-2015-Rollenspielblog-Karneval, das Thema ist „10 Dinge“. Normalerweise hätte ich mich jetzt ein paar Tage vor dem Rechner verschanzt, um zehn wahnwitzige Dinge zu produzieren, aber mit Nachwuchs und arbeiten gehen bleibt nur wenig Zeit. Zum Beispiel dachte ich, ich schaffe es zeitlich, eine Solo-Runde Traveller starten (ha!), ein paar interessante Fachbücher zu lesen (haha!), zügig einige Fahrzeugprofile für Savage Worlds herzustellen (hahaha!) oder gar eine Brettspiel-Idee weiterzuentwickeln (hahahaha!). Ich könnte locker eine Liste mit zehn Dingen erstellen, zu denen ich gerade nicht komme – aber das ist deprimierend. Also schreibe ich heute etwas zu zehn Büchern bzw. Buchreihen, die ich noch lesen werde.

William Gibson: Systemneustart

Ich habe die beiden gelungenen Vorgänger-Romane Mustererkennung und Quellcode schon vor einiger Zeit gelesen und seitdem darauf gewartet, dass Systemneustart als Taschenbuch erhältlich ist. Aber irgendwann habe ich aufgegeben und das broschierte Buch gekauft, das seitdem eingeschweißt im Schrank steht. William Gibson ist bekannt wegen seiner Neuromancer-Bücher, allerdings hat sich sein Stil irgendwo in der Idoru-Trilogie von Cyberpunk-düster zu Kunst-und-Wirtschaft-rational geändert, und in diesem Stil sind auch die neueren Romane. Trotzdem steckt noch genug Shadowrun drin, mir gefallen sie ausgesprochen gut und ich verspreche mir entsprechend viel von Systemneustart.

Tiefraumphasen – SciFi-Erzählungen

Tiefraumphasen ist eine Sammlung von 13 Erzählungen, herausgegeben im Begedia-Verlag von André Skora, Armin Rößler und Frank Hebben. Laut Vorwort handelt es sich dann doch um Cyberpunk-Stories, allerdings als „eine der vitalsten Unterströmungen der zeitgenössischen Science Fiction“. Ich bin gespannt, ob ich daraus etwas für Traveller verwursten kann. Wobei – eigentlich kann man immer etwas für Traveller verwursten.

Terry Pratchett: Eine Insel

Dieser Spontankauf zu einem unfassbar günstigen Preis wartet schon länger darauf, gelesen zu werden. Da das Buch noch eingeschweißt ist, habe ich es immer wieder als mögliches Geschenk für Cousins oder andere potentielle Fantasy-Liebhaber stehenlassen, aber ich denke, ich werde es doch selbst lesen. Dieses Buch spielt nicht auf der Scheibenwelt, bislang fand ich solche Romane von Pratchett immer etwas schwächer.

Walter Moers: Das Labyrinth der träumenden Bücher

Die Fortsetzung von Die Stadt der träumenden Bücher ist ein weiterer Zamonien-Roman von Walter Moers. Wer die anderen (Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, Rumo und Die Stadt der träumenden Bücher) nicht gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen. Die Bücher sind übrigens nichts für Kinder, damit da keine Unklarheiten entstehen. Ich habe schon gehört, dass Das Labyrinth der träumenden Bücher ziemliche Längen haben soll, vielleicht steht es deshalb noch unangetastet im Regal. Aber eigentlich kann ich mit Moers immer was anfangen.

Umberto Eco: Die Geschichte der legendären Länder und Städte

Dieses Buch steht schon viel zu lange rum dafür, dass ich Umberto Eco für einen der größten Schriftsteller der Welt halte. Ich wollte das Buch vor allem wegen möglicher Inspirationen für meine Kampagnenwelt lesen, wo Eco doch auf spannende Themen wie die sieben Weltwunder, Atlantis und Hyperboräa eingeht. Das wird wirklich höchste Zeit.

Zak S.: A Red and Pleasant Land

Das Buch ist zwar kein Roman, und andere Abenteuer habe ich hier auch nicht gelistet, aber ich gehe davon aus, dass ich das Buch nicht wie geschrieben leiten, sondern als Steinbruch nutzen werde, daher werde ich es wie einen Roman lesen. Es sieht von außen auch aus wie einer.

Douglas Adams: Doctor Who – SHADA

Wie, noch ein Douglas Adams? Laut Amazon-Beschreibung basiert SHADA „auf den Originaldrehbüchern, die der legendäre Douglas Adams für ein Doctor-Who-Abenteuer verfasste, das nie ausgestrahlt wurde“. Eine verdammte Schande ist das. Aber wenigstens kann ich es nun lesen. Douglas Adams und Dr. Who – es gibt Sachen, die gibt’s gar nicht.

Fritz Leiber: Die Schwerter-Reihe

Gut, bis auf drei hab ich alle gelesen, aber diese drei (Schwerter im Kampf, Schwerter und Eiszauber sowie Ritter und Knappe des Schwerts) warten nun auch schon ein Weilchen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, besonders gut geschrieben fand ich die Bücher bislang nicht. Aber die Ideen waren streckenweise sensationell und ich will seitdem wirklich gern in einer Wilderlands-Kampagne mitspielen.

Arkadi und Boris Strugatzki: Sammelband 4

Eigentlich handelt es sich um fünf Bücher der Brüder Strugatzki. Nachdem ich die ersten drei Sammelbände durch hatte, hat sich eine gewisse Strugatzki-Müdigkeit breitgemacht, auch wenn die Bücher allesamt sehr gut bis extrem gut waren. Für dieses Buch brauche ich einfach noch ein bisschen Pause.

Larry Niven: Die Kzin-Kriege

Ich habe erst unlängst meinen ersten Roman aus der Reihe der Kzin-Kriege gelesen und war recht angetan. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Larry Niven nur das Setting geliefert und andere Autoren haben dann die Bücher geschrieben. Jedenfalls fand ich die Kzin, eine ziemlich fremdartige Rasse, die wie große Raubkatzen aussieht, eine interessante Interpretation der Aslan aus dem Traveller-Rollenspiel, und nachdem ich meine Begeisterung kundgetan hatte, habe ich zu Weihnachten alle übrigen Bände der Kzin-Kriege bekommen. Was mich umso mehr freut, da diese schon nicht mehr gedruckt werden. Aber bis ich die durch hab, das braucht wohl ein bisschen.

Veröffentlicht am 7. Februar 2015, 4 Kommentare

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