“Kurzrezension DSA-Abenteuer P1 – Familienbande”

DSA Abenteuer P1 Familienbande

DSA Abenteuer P1 Familienbande

Heute schreibe ich eine Kurzrezension zu dem Abenteuer P1 „Familienbande“ für DSA von Jens Ullrich. Ich habe es als Dank für die Beteiligung an einer Umfrage von Ulisses erhalten, bei ebay steht das Abenteuer gerade bei ca. 30.- Euro. Ich habe es nicht komplett gelesen, daher wird die Rezension wirklich kurz. Wer regelmäßig DSA-Abenteuer spielt und dieses noch nicht kennt, sollte nun nicht weiterlesen.

Der Aufhänger selbst ist ganz ok. Es reißt mich nicht um, aber es stinkt mir auch nicht total.

Was mich nervt, hängt vor allem mit dem Beginn des Abenteuers zusammen, denn in Nostria wird königliche Hochzeit gefeiert, aber es gibt nicht ausreichend Informationen, um die Helden teilnehmen zu lassen. Die Rede ist von den Herrscherfamilien Nostrias, den wichtigsten Geweihten und wohlhabenden Handwerkern und Händlern. Zwei Tage lang werden Turniere abgehalten und dann „führen die Edlen des Landes und die Vertreter der zwöflgöttlichen Kirche noch über eine Woche lang Verhandlungen über Erb- und Nachfolgefragen sowie über Grenzstreitigkeiten“ durch.

Und nix weiter. Was ist denn, wenn in der Gruppe ein Adeliger mitreist, der rein zufällig aus der Gegend stammt? Warum bietet man das nicht als Einstieg an? In Kapitel 2, „Treffen mit Gallo“, werden einige Aufhänger vorgeschlagen, aber so was leider nicht. Spieler, die schon zu Beginn ihrer Karriere die Bühne der Politik betreten, das fände ich mal spannend und aufregend.

Schön ist, dass es Einzelheiten zum Turnier gibt und der Spielleiter, pardon, Meister den Helden das anbieten kann. Dieser Baustein erweitert das Abenteuer. Das Salzarelen-Wettessen dagegen …

Der Rest des Abenteuer, wie erwähnt, lässt mich kühl, auf die eine wie die andere Art. Spielleitete ich DSA, ich würde versuchen, die Events von den Spielern unabhängig zu machen und das ganze Ding auch alleine ablaufen lassen, wenn die Spieler nicht einsteigen möchten. Der wahre Unhold der Geschichte würde dann mittel- bis langfristig zu einem neuen Borbarad und eine schreckliche Dämonenarmee würde sich dem ein oder anderen Landstrich widmen, um Sklaven und Gold zu besorgen. Außerdem würde ein neuer Assassinenkult sein Unwesen unter den großen Handelshäusern treiben, welche politische Verbindungen und so weiter und so fort.

Zum Glück muss ich mich in meiner Kampagnenwelt an keinen Metaplot halten. =)

Veröffentlicht am 5. Juni 2012, Keine Kommentare

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